Wer die Wahl hat, hat die Qual. An dieses Sprichwort wird derjenige erinnert, der sich Boxhandschuhe zulegen möchte. Denn gerade im Bereich der Boxhandschuhe gibt es eine sehr große Auswahl und hier findet sich der Laie nur schwer allein zurecht.
Die Unterschiede finden sich zum einen in den sehr auseinanderklaffenden Preisen, diese liegen zwischen 25,00 und 90,00 Euro. Gute Boxhandschuhe beginnen mit einem Preis von ca. 40,00 Euro. Bei denen, die im Preis darunter liegen büßt man doch an Qualität und Sicherheit ein, es sei denn es findet im Fachgeschäft ein Ausverkauf statt und man findet deshalb niedrige Preise vor. Ansonsten verbergen sich bei den Billighandschuhen Verletzungsgefahren im Detail, zum Beispiel durch schlecht verarbeitete Nähte, Ösen und Verschlüsse.
Zum anderen liegen die Unterschiede im Gewicht. Je höher die Unzenzahl, desto schwerer sind die Boxhandschuhe. Beim Training/Sparring sollte man mindestens 12 Unzen oder mehr wählen, beim Wettkampf liegt das Gewicht bei etwa 8 – 10 Unzen, je nach Boxverband wird dies unterschiedlich gehalten.
Es gibt drei Arten von Boxhandschuhen. Da findet man zum Ersten die Trainings- beziehungsweise die Sparringsboxhandschuhe. Zum Zweiten braucht man als Amateurboxer eine andere Sorte als der Profiboxer.
Das Obermaterial der Boxhandschuhe kann entweder aus Kunst- oder aus echtem Leder bestehen und das Innenfutter variiert zwischen Schaumstoff und verschiedenen anderen weichen Materialien.
Worauf sollte man bei Boxhandschuhen achten?
Von Vorteil ist sicher ein Klettverschluss, weil man sich so die Boxhandschuhe selbst an- und ausziehen kann. Bei den geschnürten braucht man immer eine andere helfende Hand. Aber das muss eben jeder für sich entscheide, wie er das später handhaben wird.
Amateure benötigen für den Wettkampf Boxhandschuhe mit einer weißen Trefferfläche, damit der Schiedsrichter erkennen kann, ob der Schlag richtig ausgeführt wurde. Sollte der Angreifer nämlich seinen Gegner mit einer anderen Stelle getroffen haben, so ist der Treffer nicht nur ungültig, sondern kann für den Boxer auch eine Ermahnung wegen eines unsauber ausgeführten Schlages nach sich ziehen.
Beim Training und bei den Profiboxern hingegen ist es egal, wie die Trefferfläche aussieht. dort zählt nämlich jeder Schlag und hier muss demzufolge auch die Trefferfläche nicht weiß sein.
Besser ist es ein paar Euro mehr auszugeben und auf Boxhandschuhe aus Rindsleder zurückzugreifen. Die sind nicht nur länger haltbar und stabiler als Kunstlederhandschuhe, sondern hier kann die Haut auch noch atmen und man schwitzt nicht ganz so stark in den Handschuhen und vermeidet so auch unangenehme Gerüche.
Auf jeden Fall sollte man seine Boxhandschuhe im Fachhandel kaufen und lieber ein paar Euro mehr ausgeben, da Billighandschuhe aus dem Kaufhaus doch sehr oft unter Qualitätsmängel leiden, was für die Sicherheit des Boxers sicherlich nicht förderlich wäre.
Boxhandschuhe aus dem Internet haben den Nachteil, dass der Sportler diese vor dem Kauf nicht anprobieren kann. Ein guter, fester und sicherer Sitz ist aber unerlässlich, um Verletzungen beim Kampf zu vermeiden. Daher ist davon abzuraten online seine Boxhandschuhe zu kaufen.
Der Fachhandel steht mit qualifiziertem und geschultem Personal mit Rat und Tat zur Seite beim Boxhandschuhkauf, kann Fragen beantworten und der Vorteil besteht darin, dass Reklamationen einfacher zu handhaben sind.